BGH hebt auf Notwehr gestützten Freispruch nach Tötung eines homosexuellen Freiers auf

Der BGH hat in einem Verfahren zu einem auf Notwehr gestützten Freispruch nach Tötung eines homosexuellen Freiers das Urteil als rechtsfehlerhat aufgehoben, der Entscheidung liegt folgender Sachverhalt zugrunde:

Das Landgericht Berlin hat – der Einlassung des 31jährigen Angeklagten folgend – festgestellt, dass sich dieser in seiner Wohnung zu homosexuellen Handlungen gegen Bezahlung mit einem 63jährigen Beamten verabredet hatte; nach einem Streit wegen verweigerter Vorauszahlung griff der Freier den Angeklagten durch Würgen an; nachdem der Angeklagte einen ersten Angriff erfolgreich abgewehrt hatte, begegnete er dem zweiten Würgeangriff seinerseits mit Würgen bis zum Todeseintritt. Der 5. (Leipziger) Strafsenat hat die dem Freispruch aufgrund angenommener Notwehr zugrundeliegende Beweiswürdigung in mehrfacher Hinsicht als rechtsfehlerhaft beanstandet ...

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