Und KRACKS, da war die Scheibe kaputt...

Ja, und das kostet Sie jetzt eben die Selbstbeteiligung. Wäre sie mal gleich zu *piiiep* gegangen, da hätte man ihr schnell und unbürokratisch geholfen und die Windschutzscheibe aufgebessert - und die Kosten hätte die Kasko übernommen. Sagt jedenfalls die Werbung.... Aber manchmal kann man sich ja auch an den Verursacher des Steinschlag-Schadens wenden, genauer: an den Halter des vor einem fahrenden Autos. Das hat auch eine Autofahrerin getan, nachdem sie auf der B3 zwischen Leimen und Nußloch hinter einem LKW gefahren war und plötzlich ein Stein die Windschutzscheibe beschädigte. Für sie war klar: Der Stein war vom LKW heruntergefallen - der hatte nämlich Sandkies und Bauschutt geladen. Das Amtsgericht Heidelberg hatte die Klage noch abgewiesen. Die Fahrerin habe zwar beweisen können, dass der Schaden entstanden sei, als er hinter dem LKW hergefahren sei (ihre Tochter konnte dies als Beifahrerin bezeugen). Jedoch habe sie nicht beweisen können, dass der Stein von der Ladung stamme und nicht etwa durch den LKW nur aufgewirbelt worden sei. Das ist relevant, weil im einen Fall die Halterhaftung nach § 7 Abs. 1 StVG (Straßenverkehrsgesetz) eingreife, im anderen Fall aber als "unabwendbares Ereignis" ausgeschlossen sei, § 17 Abs. 3 StVG. Diese auch von anderen Amtsgerichten vertretene Meinung folgt das Landgericht Heidelberg im Berufungsverfahren aber nicht:
"Wenn der Stein nachweislich infolge der Fahrt des LKW [...] in Bewegung gesetzt wurde und sodann die Frontscheibe des PKW der Klägerin beschädigt hat, ist der Schaden „beim Betrieb“ des LKW entstanden ...
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