Rosinenpickerei

Eine Kollegin hat mir ein Urteil rübergeschoben, um eine zweite Meinung für das Rechtsmittelverfahren zu bekommen. Es ging um einen Strafbefehl, gegen den der Mandant der Kollegin selber Einspruch eingelegt und sich vor dem Amtsgericht dann auch selber ohne professionellen Beistand verteidigt hat. Und die Sache ging massiv in die Hose.

Er wurde am Ende zu einer verdammt hohen Geldstrafe verurteilt. Während im Strafbefehl noch von einem Tagessatz von 30€ gesprochen wurde, hieß es im Urteil nun 160€. Also mehr als verfünffacht. Die Tagessatzanzahl blieb gleich.

Das ist ja prinzipiell nichts ungewöhliches und auch leider erlaubt, dass im Verfahren über den Einspruch die Strafe hochreguliert wird. Ist ja auch ein gern ausgeübtes Druckmittel gegen die Verteidigung. Aber: Bei dem eigentlichen Schuldvorwurf hat das Gericht die von dem Mandanten vorgetragene abenteuerliche Geschichte nicht geglaubt ...

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