Rezension Öffentliches Recht: Verwaltungsrecht der EU

Terhechte(Hrsg.), Verwaltungsrecht der Europäischen Union, 1. Auflage, Nomos 2011 VonRA Dr. Peter Gussone, Berlin Dem Herausgeber, Herrn Terhechte,gebührt bereits zu Beginn, ohne ein Wort über den Inhalt zu verlieren, das Lob,sich erneut an der umfassenden Systematisierung eine an und für sich nicht zugreifenden Rechtsmaterie versucht zu haben. Einen solchen Versuch hat Terhechte bereitserfolgreich mit seinem Werk zum Internationalem Kartell- undFusionskontrollverfahrensrecht (1. Auflage 2009) umgesetzt. Nun ist es also dasVerwaltungsrecht der Europäischen Union, dem sich Terhechte widmet. DasBewusstsein, dass es sich hierbei um ein eigenständiges Rechtsgebiet handelt,dürfte zumindest in den verwaltungsrechtlichen Grundkursen an den Universitätennoch kein vorherrschendes Thema sein. Terhechte selber definiert wie folgt:„Das Europäische Verwaltungsrecht stellt sich aus dieser Perspektive alsGeflecht supranationaler (und zum Teil auch intergouvernementaler), transnationalerund nationaler Regeln des Verwaltungsrechts dar, was dem Vollzug desmateriell-rechtlichen Unionsrecht für Europäische oder MitgliedsstaatlicheHoheitsträger dient“. Tragender Ansatz des Werkes ist damit, das Augenmerk aufden Vollzug und die dahinterstehenden Rechtsbeziehungen zu legen. Die TheseTerhechtes ist es, dass „das Europäische Verwaltungsrecht in seiner Entwicklungund ggf. in seiner Konsolidierung ebenso durch seine Referenzgebiete geprägtwird wie das mitgliedstaatliche Verwaltungsrecht“. Der von EberhardSchmidt-Aßmann entliehene Begriff des Referenzgebietes bezeichnet damit das,was wir im Deutschen Verwaltungsrecht als Kommunal-, Bau-, Polizeirecht usw.kennen. Die zahlreichen Autoren diesesKompendiums nähern sich der Thematik in 40 Kapiteln ...Zum vollständigen Artikel


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