Krokodilstränen – Dokumentarfilm zu Drogenkonsum in Russland

Desomorphin ist ein synthetisch hergestelltes Opioid. Das Schmerzmittel hat ein starkes Abhängigkeitspotential und ist in Deutschland als nicht verkehrsfähiges Betäubungsmittel eingestuft. Wird Desomorphin intravenös verabreicht, setzt eine ca. zwei bis drei Stunden anhaltende Rauschwirkung ein.

In jüngerer Zeit mehren sich Berichte über Opiatabhängige in Russland, die selbst hergestelltes Desomorphin (Szenename “Krokodil” oder auch “Kroks”) konsumieren (siehe z.B. The Independent, 22.06.2011 und Spiegel Online, 09.07.2011) . Die Droge kann aus (in Russland rezeptfrei erhältlichen) Codein-haltigen Hustenmitteln, Feuerzeugbenzin, rotem Phosphor und anderen Haushaltschemikalien gewonnen werden. Die bei der Herstellung verwendeten Chemikalien wirken toxisch und führen bei der Injektion der gewonnenen Substanz zu schweren Gewebeschäden. Neben den äußerlich festzustellenden Abszessen und Nekrosen, treten – bei anhaltendem Konsum – fatale Organschädigungen auf; das Phosphor der selbst hergestellten Droge zersetzt die Knochen. Die Gewebe-zersetzende Wirkung brachte der Droge ihren Szenenamen ein.

“Kroks” findet unter russischen Opiatkonsumenten bereits seit Jahren rasche Verbreitung und ist als das “Heroin des armen Mannes” bekannt. “Kroks” ist für einen Bruchteil des Preises für Heroin herzustellen. Der russische Schwarzmarktpreis für Heroin ist aufgrund der drogenpolitisch erwirkten Verknappung des Stoffes stark gestiegen.

Dr. med ...

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