Friedensdekade 2011: Eine Friedensandacht, die wohl leider nicht gehalten wird….

Es steht beim Propheten Micha 4,3:

„Und richten wird er zwischen vielen Völkern und über mächtige Nationen Recht sprechen, und sie werden ihre Schwerter umschmieden zu Pflugscharen und ihre Speere zu Winzermessern. Nicht mehr wird ein Volk gegen das andere das Schwert erheben, und nicht mehr werden sie das Kriegshandwerk lernen.“

„Schwerter zu Pflugscharen“: Das Motto auch der diesjährigen ökumenischen Friedensdekade, die seit über 30 Jahren stattfindet – allerdings bei uns in Elze dieses Jahr ohne die katholische Gemeinde, was sicherlich einen kleinen Blick auf die Veränderungen der Ökumene durch den wenig sinnstiftenden Besuch des katholischen Chefs in Deutschland wirft.

Na klar, auch ich habe früher häufig ein wenig spöttisch geschaut auf die Friedensbewegten, die sich mit Fahnen, Transparenten und Fackeln vor den Gotteshäusern versammeln, schweigend der Menschen gedenken, die von Krieg betroffen sind und für den Frieden beten. Aber jetzt bin ich nicht mehr nur Sohn eines Vaters, sondern auch Vater eines Sohnes, ich bin älter geworden, und Leben, Gesundheit und eben Frieden werden für mich immer kostbarere Güter.

Dieses Jahr erinnerte mich zu Beginn der Friedensdekade eine Mail an meine Artikel über Stuttgart 21 aus dem letzten Jahr – und damit an den Krieg hier vor Ort in Deutschland, einen der täglichen Kriege, die wir eigentlich lieber nicht als solche wahrnehmen wollen. Aber damit nicht genug, gerade wurde mir durch viel Absagen zu privaten Feiern wieder bewusst, dass die fast schon traditionellen Herbstschlachten um die Castro-Transporte in Niedersachsen anstehen – und viele meiner Freunde von den Blue Knights XX an dieser äusserst schlechten Traditionsveranstaltung teilnehmen müssen ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK