Festzuschüsse statt Festbeträge: Fragwürdige Alternative

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Dies ist die Schlagzeile von Herr Rosin-Lampertius in seinem aktuellen Rundschreiben der GO GmbH:

„Für einen Hammer besteht die Welt bekanntlich nur aus Nägeln und insofern verwundert es nicht wirklich, dass Akteure aus dem Hilfsmittelbereich die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) durch Maßnahmen im Hilfsmittelbereich retten wollen. So beleben aktuell der Bundesinnungsverband für Orthopädie-Technik und die Eurocom die Diskussion mit Vorschlägen, die bestehenden Festbeträge durch Festzuschüsse zu ersetzen.

Festbeträge oder Festzuschüsse, was ist der Unterschied?

Festbeträge begrenzen die Leistungspflicht der Krankenkassen auf den festgesetzten Betrag, orientieren sich aber zumindest theoretisch am unteren Ende der tatsächlichen Preise.

Festzuschüsse dagegen werden schon im Vorhinein unter den tatsächlichen Preisen angesetzt, als Zuschuss halt, was letztlich einen Ausstieg aus dem Sachleistungsprinzip darstellen würde.

Begründet wird dies mit den künftigen Belastungen der GKV aufgrund der demografischen Entwicklung, die abzufedern angeblich Festzuschüsse helfen würden. Zusätzlich soll damit die Gefahr der generellen Streichung aus der Leistungspflicht gebannt werden. Desweiteren hofft man dadurch, der Marktmacht der Kassen zu entgehen und ein Weniger an Bürokratie.

Insgesamt bleibt das Konzept aber im Ungefähren und kann daher nicht wirklich überzeugen. Vielmehr drängt sich der Eindruck auf, dass hier Selbstmord aus Angst vor dem Tode gemacht werden soll ...

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