BAG: Klatsch auf den Po führt zum K. o.

Wiederholt anzügliche Bemerkungen und ein Schlag auf den Po einer Kollegin können zu einer fristlosen Kündigung wegen sexueller Belästigung führen. In solchen Fällen ist der Arbeitgeber verpflichtet, seine Mitarbeiterinnen vor weiteren Übergriffen zu schützen, betonte das Bundesarbeitsgericht (BAG) in Erfurt in einem am Mittwoch, 09.11.2011, veröffentlichten Urteil (AZ: 2 AZR 323/10).

Damit bekräftigte das BAG seine bisherige Rechtsprechung. Danach stelle sexuelle Belästigung grundsätzlich eine Verletzung arbeitsvertraglicher Pflichten dar, so der 2. Senat. Der Arbeitgeber könne je nach Intensität der Vorfälle mit der Umsetzung des Mitarbeiters, einer Abmahnung oder auch schließlich mit einer fristlosen Kündigung reagieren.

Im konkreten Fall war der 1950 geborene Kläger aus dem Raum Paderborn zuletzt als Einkäufer und Produktmanager seit über 30 Jahren in einem Möbelhaus angestellt. Als er im Oktober 2007 einer Kollegin einen Schlag auf ihren Po gab, wurde er vom Arbeitgeber wegen sexueller Belästigung abgemahnt.

Ein gutes halbes Jahr später musste eine 26-jährige Einkaufsassistentin sich zwei Tage lang zahlreiche anzügliche Bemerkungen gefallen lassen ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK