Neues zur Quotenfindung: Regress bei verwahrlostem Gebäude

Das Oberlandesgericht Koblenz hat mit Urteil vom 15. Juni 2011 entschieden (Az.: 1 U 643/10), dass der Besitzer eines leerstehenden Gebäudes, der das Haus über Jahre verwahrlosen lässt und es nicht vor dem Betreten durch Unbefugte schützt, einen Teil seines Schadens selber zahlen muss, wenn das Gebäude durch spielende Kinder in Brand gesetzt wird. November 2006 hatten vier Geschwister im Alter von acht, neun, elf und zwölf Jahren in dem jahrelang leer stehenden Haus gespielt. Geklagt hatte ein Gebäudebesitzer, dessen Haus diese Kinder in Brand gesetzt hatte. Da es ihnen zu dunkel war, entzündeten sie Pappe. Dadurch brannte das gesamte Gebäude ab. Zunächst regulierte der Gebäudeversicherer den Schaden und wollte anschließend den Privathaftpflicht-Versicherer der Mutter der vier Kinder in Regress nehmen. Dieser bestritt zwar nicht die grundsätzliche Verantwortlichkeit zumindest der elf und zwölf Jahre alten Kinder. Er stellte sich jedoch auf den Standpunkt, dass es der Gebäudebesitzer den Kindern zu leicht gemacht hatte, den Schaden zu verursachen. Der Versicherer wollte daher nur die Hälfte des Schadens übernehmen. Der Gebäudeversicherer stellte sich in dem anschließenden Rechtsstreit auf den Standpunkt, dass der Besitzer des Hauses nicht damit habe rechnen müssen, dass es durch spielende Kinder angesteckt würde. Daher ging er von keinerlei Mitverschulden seines Versicherten aus ...Zum vollständigen Artikel

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