Witzigkeit kennt Grenzen – (kein) Pardon! ;-)

Witzigkeit kennt keine Grenzen? Doch. Nicht wirklich witzig nämlich zunächst einmal die Ankündigung „Ein Fall für zwei“: Matula macht Schluss“. Nach inzwischen viertem Anwalt im Wechsel an seiner Seite war trotz idealer Duettbesetzung nicht erst zuletzt mit Frielinghaus die Serie doch mehr und mehr ohne ihn nicht mehr denkbar. Nach 30 Jahren musste aber auch bei einem noch so sportlichem Darsteller auch nach der seit einiger Zeit wahrnehmbaren Ersetzung der Schlag- und Verfolgungsjagd-Szenen Matulas durch zunehmend verbal amüsante Dialoge mit seinem Partner auch die Frage kommen, ob und wie der zwischenzeitlich 68-jährige CTG die Rolle auf längere Sicht weiterhin verkörpern wird und wann sie nicht mehr mit ihm allein als Alleininhaber seiner Detektei nah am Realleben bleibt. Oder durch einen „irgendwann-Nachfolger“ als jüngerem zweiten Detektiv zB flankiert einen fliessenden Übergang für seinen Abschied aus der Serie finden könnte. Einen Abschied, der ohne Serientod auch Gastrollen offen liesse, denen er wohl nicht gänzlich abgeneigt für die Zeit nach Rückkehr von seiner Weltreise schiene. Ohne einen Serientod, der alles andere als witzig wäre und die Serie nicht wenige Zuschauer kosten könnte und vermutlich würde. Zu den wenigen wirklich guten Serien, die das Zweite noch bietet, gehört diese jedenfalls. Und ein glücklicheres Händchen des Senders und der Produktion als bei anderen Nachfolge-Diskussionen, die langsam den Pentetranzcharme eines Maschendrahtzauns entfalteten, wäre daher schön.

Nun hat also die Nation am Samstag die längst nicht mehr wirklich spannende und nicht mehr überraschende Botschaft erfahren, wer die Nachfolge Gottschalks jedenfalls nicht antreten wird. Und siehe da, die Nation hat’s überlebt. Vielleicht weil andere Themen la nation mehr belasten und beschäftigen, als dieses ...

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