Der ehemalige Staatsanwalt und die Vorteile der Unschuldvermutung …

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Nein, dieses Mal geht es nicht um Lars Torben O. oder Oskar G., heute geht es um einen wirklichen Juristen, eine Lichtgestalt der Jurisprudenz, einen Ritter des Rechts, eben keinen selbsternannten Baron von Suderstein aus einem postpubertär-studentischen Rollenspiel. Es geht um Manfred Kolbe, den 58 Jahre alten Bundestagsabgeordneten der CDU.

Eine beeindruckende Vita hat er, der Vorzeigejurist (Klick):

Zunächst Staatsanwalt in München, dann tätig im Bayrischen Staatsministerium der Finanzen, sodann beim Finanzgericht München. Von dort wechselte er ins Notariat, wurde Landesstrukturbeauftragter Finanzen im Koordinierungsausschuss für die Bildung des Landes Sachsen, von 2000 bis 2002 war er Justizminister in Sachsen, später wurde er Mitglied des Deutschen Bundestages, sitzt dort im Finanzausschuss und im Rechts- und Sportausschuss. Daneben ist er Vorsitzender des Landesarbeitskreises der Christlich-Demokratischen Juristen (LACDJ) in Sachsen. Sein Wahlkreis liegt (Achtung!) in der Nähe von Leipzig.

Kolbe ist als Politiker besonders aufgefallen, weil er es bei Anderen äusserst genau nimmt mit Geld und Verbrechensbekämpfung: so machte er in letzter Zeit Schlagzeilen als sogenannter „Euro-Rebell“, weil er gegen den Euro-Rettungsschirm stimmte und die schlampige Haushaltsführung in den Schuldenstaaten Europas geißelte. Ansonsten ist er ein „Law and Order“ Mann, keiner, der auffällt, weil er für Straftäter besondere Sympathien hegt.

Allerdings wurde ebenfalls vor nicht zu langer Zeit seine politische Immunität aufgehoben: Herr Kolbe war nämlich bei der Begehung des objektiven Tatbestandes des Tankbetrugs erwischt worden, denn im Sommer 2010 hatte er an einer Tankstelle bei Leipzig (!) erst getankt und war dann ohne Bezahlung abgefahren ...

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