BGH: Zum „Ermessensnichtgebrauch“ bei einer Einziehungsanordnung

Handeltreiben / Betäubungsmittel / Freiheitsstrafe / Einziehung / Tatwerkzeug BGH, Beschluss vom 23.08.2011, Az.: 4 StR 375/11

Das Landgericht Paderborn hat den Angeklagten wegen Beihilfe zum unerlaubten Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge in drei Fällen zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von zwei Jahren und drei Monaten verurteilt und die Einziehung des Pkw Opel Astra des Angeklagten angeordnet. Gegen diese Entscheidung legte der Angeklagte Revision ein.

Das Landgericht zur Einziehungsanordnung:

“Der Pkw Opel Astra des Angeklagten war gemäß den §§ 33 Abs. 2, 74 StGB als Tatwerkzeug einzuziehen.”

Nach Ansicht des BGH werden damit die Voraussetzungen einer Einziehungsanordnung nicht erfüllt. Die Kammer des Landgerichts habe bei ihrer Entscheidung nicht erkennen lassen, dass sie sich über ihren Ermessensspielraum im Rahmen von § 74 I StGB überhaupt bewusst war ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK