Datenskandal: Patientendaten im Internet!

Dass Patientendaten besonders sensible Daten sind und das Bundesdatenschutzgesetz diese in besonderer Form schützt, ist bekannt.

Und jetzt ist es ausgerechnet Schleswig-Holstein, dessen Landesdatenschutzbeauftragter Thilo Weichert zu einem der bekanntesten Datenschützer unseres Landes gehört, wo es zu einem der schlimmsten Datenschutzskandale der letzten Zeit gekommen ist: tausende Patientendaten psychisch schwerkranker Menschen sind über Monate im Internet abrufbar gewesen, wie die Lübecker Nachrichten berichten.

Medizinische Daten für alle sichtbar

Der Skandal könnte für die Betroffenen schwerwiegende Folgen haben: Behörden- und Klinikbriefe, medizinische Befunde und psychologische Dokumentationen – diese Daten waren nicht nur sichtbar, sondern konnten laut Lübecker Nachrichten sogar heruntergeladen werden. Dabei soll es ein Beratungszentrum besonders schwer getroffen haben: 3600 Dokumente konnten bis gestern ohne weiteres auf der Webseite aufgerufen werden. Wie viele Nutzer dabei tatsächlich auf die Daten zugegriffen haben, ist noch unklar.

Panne bei Internetdienstleister

Verantwortlich für die Datenpanne soll der Internetdienstleister „Rebus GmbH“ in Rendsburg sein.

„Wir haben bislang keine Erklärung, wie das passieren konnte“,

sagte ein Firmensprecher. Zwar soll der Dienst vorübergehend abgeschaltet worden sein, die Konsequenzen können trotzdem enorm sein. Es soll jetzt geprüft werden, wie es zu der Sicherheitslücke kommen konnte. Unter den Datensätzen befinden sich laut Lübecker Nachrichten „fachärztliche Notwendigkeitsbescheinigungen“ für die Unterbringung von Patienten in therapeutischen Wohngemeinschaften oder amtsärztliche Gutachten über diagnostizierte Schizophrenien sowie Verhaltensstudien von Patienten ...

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