Paradigmen in der Kriminologie

Die Geschichte der Kriminologie war und ist immer auch eine Geschichte ihrer unterschiedlichen und sich verändernden wissenschaftlichen Lehransätze und Denkweisen.

Ändert sich das wissenschaftliche Paradigma einer Disziplin, so ändert sich letztere auch in ihrer Gesamtheit: Die Fragestellungen und die Art der Theoriegenerierung, die Forschungspraxis, sowie die (politische) Darstellung der Ergebnisse sind immer abhängig vom jeweils vorherrschenden oder angenommenen wissenschaftlichen Lehrmuster.

Denker, denen die Einführung eines neues Paradigmas in die jeweilige Wissenschaft zugeschrieben wird, erlangen daher zumeist große Berühmtheit (egal ob diese Zuschreibung gerechtfertigt ist oder nicht).

In der Kriminologie ist da zunächst Cesare Beccaria zu nennen, dem man (mit etwas gutem Willen) die Übertragung des freien Willens aus der Philosophie in die Kriminologie zuschreiben kann. Als Teil der “Klassischen Kriminologie” war Beccaria Mitbegründer des ersten kriminologischen Paradigmas: Alle Menschen sind gleich; ihre Handlungen sind das Ergebniss freier Wahlentscheidungen, jeder ist für sich verantwortlich (Indeterminismus) ...

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