Fettecke reloaded

Der Spiegel (und viele weitere) Zeitschriften berichten in ihrer aktuellen Ausgabe von der Zerstörung einer Installation des Künstlers Martin Kippenberger im Dortmunder Ostwall-Museum durch wegschrubben.

http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,795709,00.html

Eine Putzfrau beseitigte bei der Installation “Wens anfängt durch die Decke zu tropfen” eine weißlich-kalkige Schicht am Boden eines Troges (Patina). das Kunstwerk ist damit unwiderbringlich zerstört.

Parallelen zeigen sich hier auf zur bekannten Fettecke von Joseph Beuys. Für die prüfung sind hierzu 3 Ansatzpunkte denkbar:

1. Schadensersatz

Am wenigsten problematisch dürfte die Schadensersatzprüfung (bspw. § 823 BGB) sein, bei der Schwierigkeiten nur beim Verschulden liegen dürfen. Der Fall eignet sich daher gut zum Abprüfen der allgemeinen Grundsätze.

2. Kunstbegriff

Der Fall könnte aber auch als Aufhänger einer Grundrechtsprüfung genutzt werden, um die verschiedenen Ansatzpunkte des Kunstbegriffs aus Art. 5 Abs. 3 GG zu prüfen. Bekanntermaßen ist hier der von der h.M. vertretene offene Kunstbegriff von dem formellen und dem materiellen Kunstbegriff zu unterscheiden.

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