Doppelt befristet hält besser

Wird bei einem befristeten Arbeitsvertrag der Befristungsgrund hinfällig, dann trägt immer noch eine gegebenenfalls zusätzlich vereinbarte zeitliche Höchstdauer des Arbeitsverhältnisses. Es ist dann nicht davon auszugehen, dass der Arbeitgeber an dieser Höchstdauer nicht mehr festhalten will, heißt es in einem am Mittwoch, 02.11.2011, schriftlich veröffentlichten Leitsatzurteil des Bundesarbeitsgerichts (BAG) in Erfurt (AZ: 7 AZR 6/10).

Insbesondere in Vertretungsfällen, etwa wegen Krankheit, sind befristete Arbeitsverhältnisse häufig doppelt befristet. Das bedeutet, dass es zwei Befristungsbedingungen gibt; ist nur eine erfüllt, läuft eigentlich das Arbeitsverhältnis aus. Streitig war nun, ob hilfsweise auch die zweite Befristungsbedingung greift.

Der Kläger, ein Lehrer in Nordrhein-Westfalen, war für einen erkrankten Kollegen eingesprungen. Sein Arbeitsverhältnis war auf die Dauer der Erkrankung befristet, aber „längstens bis zum 31.01.2009“. Der kranke Kollege wurde jedoch nicht mehr gesund, sondern starb im Juli 2008. Das Land beschäftigte den Lehrer auch nach dem Tod des Kollegen weiter ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK