Rezension Strafrecht: Insolvenzdelikte

Weyand / Diversy, Insolvenzdelikte, 8.Auflage, Erich Schmidt Verlag, 2010 Von ORR Dr. Ulrich Pflaum, Referent ambayerischen Staatsministerium, München AlsSchnittstelle zwischen Handels-, Insolvenz- und Strafrecht stellt dasInsolvenzstrafrecht eine der schwierigeren Materien des Rechts dar. Das aktuellin achter, völlig neu bearbeiteter Auflage vorliegende Handbuch von Weyand, Oberstaatsanwalt in Saarbrücken,und Diversy, Staatsanwältin inSaarbrücken, hat es sich zum Ziel gemacht, insbesondere Richtern undStrafverfolgern, aber auch Angehörigen der rechts- und steuerberatenden Berufediese Materie zu erschließen. Inder Einführung legen Weyand/Diversydas enge Wechselverhältnis zwischen Insolvenz und Strafverfahren dar,definieren den Begriff der „Insolvenz“ und geben einen Überblick über dietypischen Insolvenzursachen. Gut nachvollziehbar weisen sie darauf hin, dassnach einer Untersuchung bei 90% aller GmbH betreffenden Insolvenzen auchInsolvenzstraftaten begangen worden sind. Sie stellen die §§ 283 bis 283d StGBals Kern des Insolvenzstrafrechts heraus und nennen Straftaten gemäß §§ 246,263, 266, 266a, 267 StGB, § 15a InsO und § 370 AO als typischeBegleitdelikte. Die Einführung schließt mit einem Überblick über die Geschichtedes Insolvenzstrafrechts. Diebeiden folgenden Kapitel beschäftigen sich mit dem möglichen Täterkreis vonInsolvenzdelikten als Sonderdelikten bei einzelnen Unternehmensformen, wobeiinsbesondere auch die praktisch bedeutsamen Problemfelder „Limited“ und„faktischer Geschäftsführer“ thematisiert werden, und den verschiedenenErscheinungsformen der Unternehmenskrise. Im Zusammenhang mit der Überschuldungwerden eingehend auch die Auswirkungen des Finanzmarktstabilisierungsgesetzesund des MoMiG erörtert. Das anschließende vierte Kapitel widmet sich den in §283 Abs ...Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK