Unfallversicherungsschutz auch bei illegaler Beschäftigung

Auch bei Schwarzarbeit stehen Beschäftigte unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Denn selbst bei einem verbotswidrigen Handeln wie einer illegalen Beschäftigung kann ein Unfall als Arbeitsunfall anerkannt werden, entschied das Hessische Landessozialgericht (LSG) in Darmstadt in einem am Dienstag, 01.11.2011, veröffentlichten Urteil (AZ: L 9 U 46/10).

Im entschiedenen Fall war der aus Serbien stammende Kläger mit einem Touristenvisum in Deutschland eingereist. Obwohl er keine Arbeitserlaubnis hatte, suchte er sich eine Beschäftigung auf einer Brückenbaustelle im Landkreis Bergstraße. Direkt am ersten Arbeitstag kam der 20-Jährige in Kontakt mit einer Oberleitung. Die Stromverletzungen führten zu schwersten Verbrennungen, so dass ihm Gliedmaßen amputiert werden mussten.

Die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG) wollte den Unfall jedoch nicht als Arbeitsunfall anerkennen ...

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