Rezension Strafrecht: Strafverteidigung

Nobis,Strafverteidigung vor dem Amtsgericht, 1. Auflage, C.H. Beck 2012 Von Richter amAmtsgericht Carsten Krumm, Lüdinghausen „Strafverteidigung vor dem Amtsgericht“ – der Titel machtemich natürlich sofort neugierig, zumal Dr. Frank Nobis aus dem netten StädtchenIserlohn einer der bekanntesten Verteidiger in Nordrhein-Westfalen ist. Das Buch aus der Reihe „NJW Praxis“ ist eine Fortentwicklungdes vom selben Autor verfassten Kapitels in dem Münchener AnwaltshandbuchStrafverteidigung und damit im eigentlichen Sinne schon praxiserprobt. Nobisrichtet sich mit seiner Neuerscheinung erkennbar vor allem an junge Anwälteoder „Gelegenheitsverteidiger“ – beiden ist das Buch an Herz zu legen. Aberauch Rechtsreferendare, die sich auf die Station bei einem Strafverteidigervorbereiten wollen, können von dem Text profitieren. Zunächst auffällig ist, dass das Buch für neuerestrafrechtliche Praktikerliteratur eher schmal daher kommt. Gerade einmal 201Seiten weist das Werk auf und das schon inklusive Stichwortverzeichnis. Demguten Gesamteindruck tut das kein Abbruch – im Gegenteil ist es geradezuwohltuend, in einem sich nicht in allen Verästelungen sich ergehenden Buchstöbern zu dürfen, zumal nicht materielles Recht vermittelt werden soll,sondern vielmehr erklärt wird, wie ein amtsgerichtliches Verfahren „läuft“ undwas in welchem Stadium zu beachten ist. Inhaltlich ist das Buch streng logisch aufgebaut: Einerkurzen Einleitung folgt zunächst ein Teil mit dem sperrigen Namen „Zurinformellen Verfahrensgestaltung und zum Verhältnis und Umgang zwischenVerteidigern“. Dieses Kapitel ist für mich trotz des Titels ganz klar eines der„Highlights“ des Buches, schildert Nobis hier doch das Alltagsgeschäft einesAmtsgerichts mit allen Tiefen und Untiefen ...Zum vollständigen Artikel


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