Leichtfertige Geldwäsche, § 261 V StGB

Das Oberlandesgericht Hamburg hat in einem Beschluss zu den Voraussetzungen Stellung genommen, die erfüllt sein müssen, damit ein Angeklagter nach § § 261I 1 und 2 Nr. 4a, V StGB (leichtfertige Geldwäsche) verurteilt werden kann.

„Der Angeklagten ist mit der Anklage vorgeworfen worden, durch 2 Straftaten jeweils eine zumindest fahrlässige Geldwäsche begangen zu haben, „indem sie 1. und 2. ihr Konto unbekannt gebliebenen Tätern zur Verfügung stellte, die sich unberechtigt Zugriff auf die Online-Konten der Geschädigten verschafften und mittels ihnen bekannter Kontodaten (Kontonummer, PIN, TAN) unberechtigt im Wege des Online-Bankings Überweisungen von den Konten der Geschädigten auf das Konto der Beschuldigten veranlassten, nämlich 1. am 22. 11. 2006 vom Konto der Geschädigten X8 einen Betrag von 3874,31 €, 2. am 23. 11. 2006 vom Konto des Geschädigten X6 einen Betrag von 4761,23 €, woraufhin die Aufträge von den jeweiligen Banken durchgeführt wurden, die Beschuldigte die erhaltenen Beträge abhob und in bar an die unbekannten Täter übergab, wobei sie aus grober Unachtsamkeit oder aus besonderer Gleichgültigkeit verkannte, dass diese Gelder aus Vergehen stammten, obwohl sich die kriminelle Herkunft des Geldes nach der Sachlage aufdrängte"" (OLG Hamburg, Beschluss vom 8. 3. 2011 - 2-39/10).

„Das Amtsgericht hat gegen die Angeklagte wegen „fahrlässiger" Geldwäsche in 2 Fällen auf eine Gesamtgeldstrafe von 50 Tagessätzen zu jeweils 25,- € unter Gewährung einer Zahlungserleichterung erkannt. Gegen dieses Urteil haben die Angeklagte und die Staatsanwaltschaft zu Ungunsten der Angeklagten Berufung eingelegt ...

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