Kein Urlaub für 400 EUR-Jobber. Aber der Burger-Verkauf ist nicht gefährdet.

(Wochenrückblick im Zorn, leichte Altersmilde beigemischt)

Hoffentlich schreibt einer mal eine Arbeit über die Rezeption des Arbeitsrechts in der Öffentlichkeit. Die beschränkt sich nicht nur auf Anne Will & Co. (Fertigmachen, Auspressen, Wegmobben, oder so ähnlich). Absurditäten findet man in jedem Pressespiegel, inhaltlich wie sprachlich. Provinzzeitungen liegen meist vorne. Letzte Woche sah das so aus:

In Düren schließen fünf „Burger King“ Filialen. Das hat mächtige arbeitsrechtliche Implikationen (alle fliegen raus [?]). Die Aachener Zeitung macht sich andere Sorgen. Sie leugnet zwar nicht die arbeitsrechtliche Seite, titelt diese Probleme aber beruhigt mit „Verkauf von Burgern ist nicht in Gefahr“. Da fällt einem nichts mehr an. Außer vielleicht die Bremer Gleichgültigkeit. Bremen? Ah ja – pleite, Stadtmusikanten…was war da noch? Arbeitnehmerkammer, ja genau. Die hat in ihrer Existenz die erste hier bekannt gewordene sinnhafte Tat vollbracht und einer Schülerin (“Lena L.”), die jetzt 18 ist und recht professionell auch für das Foto im Weser-Kurier posierte, die Wahrheit gesagt. Worüber? Dass sie bei ihrem Freizeitjob in den städtischen (städtischen! – Sie erinnern sich? Bremen – pleite…) Schwimmbädern einen Urlaubsanspruch habe, obwohl sie nur „40-EUR-Jobberin“ war ...

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