Quantas down – Arbeitskampf „Down Under“

In diesen Tagen kann man einige Lektionen über Streikrecht im Ausland lernen:

Aussperrung ist auch ein Begriff, mit dem das deutsche Arbeitskampfrecht etwas anfangen kann. Es ist eine Art Streik der Arbeitgeber, der in Deutschland aber durch das Verhältnismäßigkeitsprinzip derart gezähmt (manche meinen: „kastriert“) wurde, dass eine praktische Bedeutung sehr gering ist: Rechtmäßige Aussperrungen gibt es kaum. Bei einer rechtmäßigen Aussperrung gäbe es für deren Dauer kein Geld mehr für die Arbeitnehmer, ein ziemlich scharfes Schwert also, vor allem eines, das die Streikkassen der Gewerkschaften schnell leert, die mit punktuellen Streiks und sog. „Flashmobs“ viel billiger, aber genauso effektiv arbeiten könnten.

In Australien wird die Fluglinie Quantas (bekannt aus „Rain Man“, wo Dustin Hoffmann ein unvergessliches Statement zur Sicherheit der Fluglinie abgab), Australiens nationaler Carrier, von einer Streikwelle genervt. Sie kommt eben in Wellen und Nadelstichen, bei minimalem Aufwand und maximaler Belästigung.

Foto: Creative Commons, Darren Hall, D464

Letzte Woche hatte Quantas genug und hat die gesamte Flotte an den Boden gebracht (downed). Der CEO sagte im Interview, die Gewerkschaften seien unrealistisch, der langsame Tod der Gesellschaft vorprogrammiert, wenn man ihre Forderungen umsetze. Deshalb müssten die Beschäftigten zur Räson gebracht werden.

So ist das im Mutterland des Kapitalismus (wenn man den Begriff mal auf das ganze Empire ausdehnt) ...

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Qantas stoppt alle Flüge weltweit

http://de.euronews.net/ Viel hat sich diesen Samstag nicht bewegt bei Qantas. Alle 447 Flüge strich die australische Fluglinie kurzerhand, die gesamte Flotte blieb am Boden und mit ihr 68 000 Passagiere weltweit. Auslöser war der Arbeitskampf von Piloten, Bodenpersonal und anderen Angestellten. Die Regierung schaltete sich sofort ein und rief das Arbeitsgericht an. Quantaschef Alan Joyce warf den Gewerkschaften vor, unmögliche Forderungen zu stellen: "Mit derartigen Aktionen halten wir uns nicht mal ein Jahr lang. Die Fluglinie wird einen langen Tod sterben, wenn wir so etwas zulassen. Des


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