Verplapperte sich Gabriele Rollnik?

Gabriele Rollnik zu Verena Becker

Ex-Verfassungsschützer Winfried Ridder war sich seiner Sache sicher: Verena Becker gehörte zu dem RAF-Kommando, das 1977 Siegfried Buback erschoss, sagte er bei seiner Aussage am 07. Oktober. Allerdings habe er keinen Hinweis darauf, dass sie die Schützin sei. Die drei unmittelbaren Täter seien für ihn Sonnenberg, Klar und Wisniewski. Aber Verena Becker habe zu der Karlsruher Gruppe gehört. Wie er darauf komme? Unter anderem durch Angaben der früheren Terroristin Gabriele Rollnik (“Bewegung 2. Juni”), sagte Ridder vor drei Wochen. Genauer konnte er es damals nicht sagen, er soll im November nochmals gehört werden. Doch was er meinte, kann man schon jetzt schwar auf weiß in einem Buch nachlesen: Gabriele Rollnik bringt Verena Becker tatsächlich mit dem Buback-Mord in Verbindung!

Ausgerechnet “Keine Angst vor niemand” heißt das Buch, in dem Rollnik ein langes Interview über ihre Zeit in der “Bewegung 2. Juni”, ihre Kontakte mit der RAF und ihre Haftzeit spricht. Es ist bereits 2004 erschienen, also zu einem Zeitpunkt, an dem sich für Verena Becker und die Umstände der Ermordung von Siegfried Buback und seinen Begleitern praktisch niemand interessierte. Die RAF war kein großes Thema.

In dieser Zeit plaudert Rollnik erstaunlich unbefangen mit dem Schriftsteller Daniel Dubbe. So berichtet sie, wie sie 1976 im Irak und im Jemen gewesen sei und dort auch RAF-Mitgliedern begegnete. Von denen habe sie gehört, dass sich Verena Becker “schon im Flugzeug” von der Bewegung 2. Juni verabschiedet habe, “um mit der RAF weiterzukämpfen” (Seite 64).

Später, wieder in Deutschland, habe sie Kontakte zur RAF gehabt und eine Annäherung der Gruppen ausgelotet ...

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