Urheberrecht: Tracker-Betreiber zu harter Strafe verurteilt

Das Amtsgericht Ludwigshafen hat nun durch rechtskräftiges Urteil einen 42 Jahre alten Mann zu einem Jahr Freiheitsstrafe verurteilt und diese zur Bewährung ausgesetzt. Dies kann einer Pressemitteilung der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen e.V. (GVU) vom 21.10.2011 entnommen werden. Der Tatvorwurf lautete zum einen auf gemeinschaftliches Betreiben eines Trackers, also dem organisatorischen Betrieb eines BitTorrent-Netzwerkes, zum anderen wurde dem Verurteilten die unerlaubte Vervielfältigung von urheberrechtlich geschützten Werken nachgewiesen. http://www.lbr-law.de/lbr-blog/urteil-in-raubkopierer-fall-%E2%80%93-ein-jahr-freiheitsstrafe-auf-bewahrung http://www.gvu-online.de/25_177_Pressemitteilung.htm In meinem Buch Urheberrechtsfibel (2009) schreibe ich zu § 106 UrhG "§ 106 Unerlaubte Verwertung urheberrechtlich geschützter Werke (1) Wer in anderen als den gesetzlich zugelassenen Fällen ohne Einwilligung des Berechtigten ein Werk oder eine Bearbeitung oder Umgestaltung eines Werkes vervielfältigt, verbreitet oder öffentlich wiedergibt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. (2) Der Versuch ist strafbar. Am 6 Mai 2004 verurteilte das Amtsgericht Cottbus � Az.: 95 Ds 1653 Js 15556/04 (57/04) � einen etwa 23-jährigen Angeklagten zu einer Geldstrafe von 80 Tagessätzen (zu je 5 Euro), weil er ohne Erlaubnis der jeweiligen Rechteinhaber 272 Titel (unter anderem von Rosenstolz, 214 Grönemeyer und Nena) kopiert und zum Download in der Tauschbörse KaZaA angeboten hatte. Neben zivilrechtlichen Vorschriften mit Sanktionscharakter wie etwa dem § 98 kennt das Urheberrecht auch Strafvorschriften. § 106 bezieht sich grundsätzlich auf den gesamten Bereich der Verwertungsrechte, also auch auf Bagatellverstöße ...Zum vollständigen Artikel


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