Medienrecht, Kanzleien und der (Un)sinn der Rankings

Für Anwälte gibt es zwar nicht ganz so viele Preise wie für Journalisten, aber auch hier gibt es Bestenlisten in Form von Kanzleirankings. So veröffentlicht die Wirtschaftswoche regelmäßig Listen der “Top-Kanzleien” und das Handelsblatt bringt jedes Jahr in Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Verlag Best Lawyers ein Übersicht zu “Deutschlands besten Anwälten” heraus.

Abseits der Publikumszeitungen gibt es vor allem zwei bedeutende Rankings: Das weltweite Ranking der Legal 500 und die vom gleichnamigen Verlag veröffentlichten JUVE Awards. Dass in einer Branche, die vom Streiten lebt, solche Rankings nicht unumstritten sind, liegt auf der Hand. In einigen Bereichen ist eine objektive Sortierung aber auch schlichtweg unmöglich, gerade im Medienrecht sind die Ergebnisse auf jeden Fall als interessant zu bezeichnen.

JUVE wird morgen die Gewinner der Awards 2011 küren, die Nominierungen stehen bereits fest. Im Medienrecht sind das:

CMS Hasche Sigle JBB Rechtsanwälte Olswang Osborne Clarke SKW Schwarz

Im Ranking von Legal 500 sieht die Sortierung so aus:

Latham & Watkins LLP Prinz, Neidhardt, Engelschall Damm & Mann Schertz Bergmann Rechtsanwälte Hogan Lovells International LLP Schweizer (Prof), Kanzlei Taylor Wessing CMS Hasche Sigle Nesselhauf Rechtsanwälte Redeker Sellner Dahs

Bei insgesamt 12 Kanzleien in den beiden Rankings gibt es also für ein und dasselbe Rechtsgebiet mit CMS Hasche Sigle nur eine einzige Überschneidung. Das schmälert zwar nicht den – zugegeben sehr guten Ruf – aller genannten Kanzleien, wirft aber Fragen auf über den Sinn solcher Listen.

Gerade das Medienrecht wird im presserechtlichen Teil von kleineren Kanzleien dominiert, die sich auf bestimmte Zielgruppen spezialisiert haben ...

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