Gewissheit gegen Alibi

Einer Frau wurde beim Einkaufen die Brieftasche geklaut. Sie öffnet ihre Handtasche und lässt ihre Papiere mehr oder weniger achtlos links liegen. Das bringt den lauernden Dieb auf den Plan, der die Brieftasche sieht, sie ergreift und sich davon macht. So oder so ähnlich laufen tagtäglich massenhaft Diebstähle ab.

Die Frau bringt das ganze zur Anzeige und behauptet, sich den Täter gut gemerkt zu haben. Deshalb wird ihr die berühmte Lichtbildmappe präsentiert, in die man es schafft, wenn man mal erkennungsdienstlich behandelt wurde. Und das wird man nicht nur, wenn man ein anerkannter Straftäter ist, sondern auch schon dann, wenn man nur mal einer Straftat verdächtig war und die sogenannte ED-Behandlung angeordnet wurde. Der bloss Verdächtige kann versuchen, die Bilder wieder löschen zu lassen, was aber dank der manchmal kuriosen Gerichtsbarkeit nicht immer gelingt. Denn ist man schon häufiger in den Fokus der Ermittler geraten oder besteht nach Kriminalistenmeinung die Gefahr, dass man aufgrund eines “Potentieller-Täter-Algorithmus” bald mal zum Straftäter werden könnte, bleiben die Fotos schön in der Kartei ...

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