Der lange Arm der Katastrophe

Katastrophen wie aktuell die Flut in Thailand, das Erdbeben in der Türkei oder die Kernschmelze in Fukushima haben neben den fatalen Folgen für Mensch, Umwelt und ganze Generationen auch mittelbare Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft. Diese sind zwar im Vergleich zu dem eigentlichen Unglück weder erwähnenswert noch wirklich relevant, spielen aber dennoch hier vor Ort zunehmend eine gewisse Rolle. Denn deutsche Hersteller, insbesondere im Bereich Maschinen- und Anlagenbau sowie Automobil- und Elektroindustrie, benötigen nicht selten für die Herstellung ihrer eigenen Produkte Komponenten aus genau diesen Ländern.

Auch wenn Bundespäsident Wulff heute in Japan zu Recht die enormen Leistungen beim Wiederaufbau würdigt: Die Produktionsstätten einer Vielzahl von Unternehmen sind durch Erdbeben oder Tsunami zerstört oder nachhaltig beschädigt worden. Hinzu kommen die Folgen der atomaren Verstrahlung sowie die nicht mehr uneingeschränkt verfügbare Stromversorgung der Betriebe. In Thailand wurden auf einen Schlag 200 Fabriken lahmgelegt. Die Folge sind Bandstillstand und Produktionsausfall sowie nachhaltige Lieferverzögerungen, teilweise auf nicht bestimmbare Dauer.

Hier stellt sich weniger die Frage, wie mit den direkt betroffenen Unternehmen im Hinblick auf Verzögerungen umzugehen ist. In der Praxis ist noch kein Fall aufgetreten, in dem nicht das Verständnis für die Situation vor Ort vorherrscht ...

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  • Wulff würdigt Aufbauleistung der Japaner nach Fukushima

    abendblatt.de - 3 Leser - Tokio. Bundespräsident Christian Wulff hat bei einem Besuch im Katastrophengebiet von Fukushima Opfern und Hinterbliebenen weitere Hilfe aus Deutschland zugesagt. Zugleich würdigte Wulff gestern die Aufbauleistung der Japaner. In Iwaki, etwa 50 Kilometer von der Stadt Fukushima entfernt, traf Wulff außerdem Menschen, die nach dem Reaktorunfall i...

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