Woran stirbt der Mensch?

„Ich bin bei der Erhebung der Familienanamnese immer wieder überrascht, wenn mir gesagt wird, die Eltern oder Großeltern seien an „Altersschwäche“ verstorben. Das zeigt, welch geringe allgemeinmedizinische Kenntnisse ein Großteil unserer Bevölkerung noch besitzt. Ca 50% von uns werden an Herz-Kreislauferkrankungen versterben, 30% an Krebs. Unter den malignen Erkrankungen nehmen Karzinome des Verdauungstraktes eine führende Stellung ein.“

Aus dem Text der Einladung des Kongresspräsidenten Joachim Mössner für den 118. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin im April 2012 in Wiesbaden.

Mich überrascht das eigentlich nicht. Schon weil Otto Normalverbraucher nun mal kein Medicus ist und eher die Tageszeitung, als medizinische Studien und Berichte über Todesursachen lesen wird. Nicht mal derjenige, der Tageszeitungen im print oder online liest und nicht mehr nur noch oder überwiegend TV news konsumiert. Klicken Sie sich durch die zahllosen Quiz-Sendungen, in denen in Studios oder auf der Strasse Menschen nach Allgemeinwissen gefragt werden, wird schnell die Fehlvorstellung nachjustiert und korrigiert, dass viele Wissenssendungen auch vielen viel mehr Wissen zu vermitteln scheinen. Obwohl die Zahl solcher Sendungen schon Jahre immer mehr zuzunehmen scheint. (Man kann nun trefflich darüber diskutieren, ob Apps und Internet und Google intelligenter machen oder verblöden lassen, so nach dem Motto: Muss ich mir alles nicht merken, muss ich ja nur googeln). Man kann auch – grade noch – bei manchen Antworten schmunzeln zur Frage, welches die grösste Insel im Mittelmeer sei, wenn die Antworten lauten würden: Elba, Kreta, Kos, Rhodos, Malta oder Korsika. Die allerdings kaum genannt wurden – und nebenbei bekanntlich auch alle falsch wären, aber immerhin wenigstens Inseln sind und wenigstens im Mittelmeer liegen ...

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