DIE Politiker gibt es nicht

- wir Wähler lassen zu, dass sie es werden und so sind, wie sie sind. Wenn heute die schwarz-gelbe Koalition zerbrechen sollte und in ca drei Monaten Wahlen wären, dann wüsste ich persönlich nicht, welcher Partei ich meine Zweitstimme geben sollte und welchem (voraussichtlichem) Wahlkreiskandidaten ich mein Vertrauen schenken würde. Persönlich machen viele Abgeordnete einen recht vernünftigen Eindruck. Sie sind belesen, fleißig und eloquent. Ebenso sind viele Abgeordnete für Kritik an der eigenen Partei und deren Erscheinungsbild aufgeschlossen, nur laut sagen, würden sie es nicht. Nach dem Grundgesetz sind die Abgeordneten nicht an Weisungen gebunden und nur ihrem Gewissen verantwortlich, was das Abstimmungsverhalten angeht. Unsere Parteien wirken an der politischen Willensbildung in unserem Lande mit. Das hört sich gut an. Tatsächlich kuschen viele Abgeordnete vor der Fraktionsführung und machen sich Sorgen, bei der nächsten Kandidatenkür unberücksichtigt zu bleiben. Tatsächlich haben die Parteien alle Bereiche in unserem Land nach Proporz unter sich aufgeteilt. Und verteidigen einen Alleinvertretungsanspruch, der ihnen gar nicht zukommt. Was kann man dagegen tun? Schimpfen, schreiben, schweigen? Der Weg in die innere Emigration ist jedoch eine Sackgasse. Wenn sich das Recht nicht den Verhältnissen anpassen will, dann müssen sich die Verhältnisse dem Recht anpassen. Wer die Vorherrschaft der Parteien brechen will, muss zeigen, dass es auch ohne sie geht. Und das beginnt damit, dass Menschen von ihrem Recht Gebrauch machen, ohne einen Parteiapparat im Rücken, bei Wahlen zu kandidieren. Dass dieses in größerem Stile nicht erwartet wird, zeigt der Beitrag in Wikipedia zum Bundestagswahlrecht. Dass auch unabhängige Bewerber das Recht und die Möglichkeit haben, an einer Bundestagswahl teilzunehmen, wird dort nämlich nicht einmal erwähnt! Nach § 20 Abs ...Zum vollständigen Artikel

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