Berufstätig: Hilfe, mein Kind ist krank!

Der Herbst ist da, und damit auch die Erkältungszeit. Die Grippewelle rollt und allerorts geht das Gehuste und Geschniefe los. Was für die einen meist nur ein lästiges Mitbringsel der kalten Jahreszeit ist, stellt berufstätige Eltern gleich vor mehrere Probleme. Was es an Krankheiten zu holen gibt, schnappen die lieben Kleinen in Kita & Co nämlich nur allzu gerne auf. Statistisch gesehen brüten Kinder durchschnittlich zehn Infekte pro Jahr aus. Was also tun, wenn von heute auf morgen das Kleine krank ist? Wer bleibt daheim? Wie lange darf man in der Arbeit fehlen? Wer zahlt in dieser Zeit den Lohn?

Die weit verbreitete Ansicht, Mütter oder Väter könnten in jedem Fall zehn Tage pro Jahr zu Hause bleiben, trifft leider nicht immer zu. Einheitliche Regelungen über zulässige Fehlzeiten für Beschäftigte mit Kind gibt es in Deutschland nicht. Je nach Einzelfall können die Ansprüche erheblich variieren. Dennoch können Eltern oftmals auf auf zwei Gesetze bauen:

Finanziell am besten fährt, wer sich auf § 616 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) beruft. Danach dürfen Arbeitnehmer in bestimmten (Not-) Fällen „für eine verhältnismäßig nicht erhebliche Zeit“ bezahlt fehlen. Was unter dieser unkonkreten Formulierung genau zu verstehen ist, hat das Bundesarbeitsgericht zuletzt in den 70er Jahren konkretisiert, als es als Richtwert für die Betreuung eines kranken Kindes unter acht Jahren fünf Arbeitstage festlegte ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK