Oft vergessen: Der Anspruch auf Verfahrenskostenvorschuss

Das minderjährige Kind machte (vertreten durch die Mutter) Unterhaltsansprüche gegen den Vater geltend. In der mündlichen Verhandlung vom 12.07.11 beantragte es die Bewilligung von Verfahrenskostenhilfe. Das Verfahren endete durch Vergleich.

Nach späterem Eingang der Unterlagen zur VKH bewilligte das Familiengericht Verfahrenskostenhilfe mit Ratenzahlungsverpflichtung von 75.- € im Hinblick auf einen entsprechenden Anspruch auf Verfahrenskostenvorschuss gegen seine Mutter.

Die gegen die Ratenzahlungsverpflichtung gerichtete Beschwerde hatte Erfolg.

Da es sich bei dem Anspruch gegen die Eltern um einen Vorschussanspruch handelt, besteht dieser nur vor und während eines Verfahrens, nicht mehr dagegen nach dessen Abschluss (Handbuch des Fachanwalts Familienrecht/Geißler, 8. Aufl., 2011, Kap. 16, Rn. 204; Wendl/Scholz, 7. Aufl., 2008, Kap. 6, Rn. 31.

Zum Zeitpunkt der Entscheidung über den Antrag auf Bewilligung von Verfahrenskostenhilfe bestand somit kein Anspruch des Antragstellers auf Leistung eines Verfahrenskostenvorschusses gegen seine Mutter, so dass er grundsätzlich auch nicht auf einen solchen verwiesen werden kann. Ob aus einem solchen Vorschussanspruch später ein Schadensersatzanspruch entstehen kann (so OLG Köln FamRZ 1991, 842 mit ablehnender Anm ...

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