Bundesnetzagentur veröffentlicht Gutachten zur Bedeutung von Preiszonen für den Strommarkt

Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat am 24. Oktober 2011 ein Gutachten vorgestellt, das die Bedeutung etablierter nationaler Preiszonen für die Integration des europäischen Strommarkts untersucht. Darin sprechen sich die Gutachter insbesondere gegen eine Aufteilung des deutsch-österreichischen Marktgebiets aus. Anlass für das Gutachten war die im europäischen Ausland geäußerte These, in Deutschland bestünden strukturelle Netzengpässe, die durch eine Aufteilung des deutsch-österreichischen Großhandelsmarkts in mehrere Preiszonen, dem sog. Market Splitting, behoben werden sollten. Das Gutachten zeigt, dass bereits die Voraussetzungen für eine Aufteilung des Marktgebiets Deutschland-Österreich nicht gegeben sind, da dessen Situation nicht von einem strukturellen und nachhaltigen Engpass gekennzeichnet ist. Auch die teilweise vermutete "Verschiebung" etwaiger innerdeutscher Engpässe an die Außengrenzen bestätigen die Gutachter nicht. Darüber hinaus sprechen die möglichen Konsequenzen gegen eine Aufteilung in kleinere Preiszonen: Es würden nach Auffassung der BNetzA weder die grenzüberschreitenden Kapazitäten erhöht noch würde ein Market Splitting dazu beitragen, Ringflüsse, sog. Loop Flows, durch Nachbarländer zu verringern. Derartige Ringflüsse sind technisch unvermeidbar und entstehen, wenn Erzeugungs- und Lastzentren auseinanderfallen, unabhängig von einem Auftreten von Engpässen. Ringflüsse, also der Transport von Strom von Nord- nach Süddeutschland durch unsere Nachbarländer, entstehen durch starke Winderzeugung in Norddeutschland sowie dem Verbrauch des erzeugten Stroms in Süddeutschland und den südlichen Nachbarländern ...Zum vollständigen Artikel


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