Der Investmentbanker als Betriebsrat

Was ist das? Ein Witz? Der Bock als Gärtner? Die endgültige Machtübernahme?

Nein, es gibt mindestens einen Investmentbanker (der wohl aber keine Millionen verdient), der gleichzeitig Betriebsrat seiner Bank ist. So zu lesen in der Welt am Sonntag (heute, 23.10.2011). Die Zeitung hat die Statements von sechs dieser „Banker“, wie sie nur noch schimpfend genannt werden, unter der passenden Überschrift

“Ja, ich bin genau dieser eine Böse”

zusammengestellt.

Die Innensichten, die da offenbart werden, sind interessant, aber wenig überraschend und teilweise ebenso erschreckend wie naiv. Der einzige Betriebsrat (eher ein ungewöhnlicher Job für einen Investmentbanker) ist eigentlich „nur“ Kundenberater für vermögende Kunden und damit auf der Skala des Bösen fast schon so weit unten, dass man ihn zu den Guten zählen könnte. Er macht seinen Job auf dem platten Land in Mecklenburg, man darf daher vermuten, dass er Monopolist ist, denn mehr als eine Handvoll Kunden dürfte es da kaum geben.

Je investmentnäher der Job, desto absurder die Statements. Man wolle nur Geld verdienen, sei doch gut (ohne Worte) ...

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