Bundesarbeitsgericht: Entschädigung bei Diskriminierung schwerbehinderter Bewerber

Ein abgelehnter schwerbehinderter Bewerber kann sich darauf berufen, dass die Verletzung dieser Pflicht seine Benachteiligung wegen der Behinderung vermuten lasse.

in der nunmehr ergangenen Entscheidung vom Bundesarbeitsgericht hatte sich ein schwerbehinderter Bewerber bei einer Gemeinde auf deren ausgeschriebene Stelle beworben. Die Beklagte besetzte die Stelle anderweitig, ohne zuvor zu prüfen, ob der freie Arbeitsplatz mit schwerbehinderten Menschen besetzt werden kann oder diesbezüglich Kontakt zur Agentur für Arbeit aufgenommen zu haben. Der Bewerber verlangte daraufhin eine Entschädigung nach § 15 Abs. 2 des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG), da er sich wegen seiner Behinderung benachteiligt sah ...

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