OLG München: Urteil gegen Rechtsschutzversicherer mit Signalwirkung (Az.: 29 U 589/11)

Kapitalanleger erhalten Rechtschutz

Meine Kollegin Rechtsanwältin Stephanie Deblitz hat ein äußerst erfreuliches Urteil vor dem OLG München erstritten, das für viele Kapitalanleger von großer Bedeutung sein dürfte (OLG München, Urt. v. 22.09.2011, Az.: 29 U 589/11). Denn für Anleger, die wegen Verluste aus Kapitalanlagen Klagen gegen die Verantwortlichen anstreben und über eine Rechtsschutzversicherung verfügen, müsste es hiermit deutlich einfacher sein, eine Deckungszusage für die Kosten einer Klage zu erhalten.

Die Münchner Richter haben eine Ausschlussklausel der D.A.S. Allgemeine Rechtsschutz-Versicherungs-AG für unwirksam erklärt, die viele Versicherungen in dieser oder zumindest sehr ähnlicher Form in ihren Rechtsschutzbedingungen verwenden. Danach wird „die Wahrnehmung rechtlicher Interessen in ursächlichem Zusammenhang mit der Anschaffung oder Veräußerung von Effekten (z. B. Anleihen, Aktien, Investmentanteilen) sowie der Beteiligung an Kapitalanlagemodellen, auf welche die Grundsätze der Prospekthaftung anwendbar sind (z. B. Abschreibungsgesellschaften, Immobilienfonds)“ vom Versicherungsschutz ausgenommen.

Dieses Ergebnis ist aus unserer Sicht nur folgerichtig ...

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