Maul halten – mit Superkleber

Haben Sie schon mal Superkleber benutzt? Wenn der an die Finger kommt, dann kleben die zusammen. Aber kräftig.

Das ist nutzbringend, wenn man am Arbeitsplatz Kollegen, die als vorlaut empfunden werden, im Wortsinne das Maul stopfen will. So setzte es ein Arbeitnehmer aus Marburg in die Tat um. Aus Spiegel Online:

„…Der 41-jährige Arbeiter wollte nach eigenen Angaben die Wasserflasche des Kollegen mit Sekundenkleber verschließen. Doch der Scherz ging gehörig daneben. Denn der Kleber härtete erst an der Luft und trocknete deshalb an Lippe und Zungenspitze des Opfers aus. Der Mann wurde mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht, wo er mehrere Tage behandelt werden musste. Noch Wochen später hatte der Arbeiter Taubheitsgefühle an Lippe und Zunge. Für ihn auch deshalb bitter, weil er Trompete spielt…“

Der vielfach berichtete Fall ist natürlich eben bloß ein Einzelfall. Weil in anderen Presseberichten (hier bei FOCUS Online) teilweise verharmlosend die Rede davon war, diese – erhebliche – Verletzung sei ja nur eine „fahrlässige Körperverletzung“, folglich nicht so schlimm, kurz der Tatbestand des § 229 StGB (mit unseren Hervorhebungen) zur Gedächtnisauffrischung:

„§ 229 Fahrlässige Körperverletzung

Wer durch Fahrlässigkeit die Körperverletzung einer anderen Person verursacht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.“

Keine Bagatelle ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK