Drogenkurier war selbst von der Menge überrascht

"Ich hätte nicht gedacht, dass da soviel reinpasst", sagte ein Drogenkurier aus den Niederlanden im Prozess vor dem Würzburger Landgericht.

Der 54-Jährige mit der ungewöhnlichen Biografie wurde Anfang Dezember 2010 auf dem Weg von Holland nach München auf der Raststelle Haidt-Süd der A3 mit rund 54 Kilogram Marihuana und Haschisch im Kofferraum eines gemieteten Audi A6 erwischt. Wegen unerlaubter Einfuhr von Betäubungsmitteln und Beihilfe zum Dorgenhandel wurde der in seinem Heimatland einschlägig vorbestrafte Holländer zu 5 Jahren und 10 Monaten Gefängnis verurteilt.

Viel ist schief gelaufen im Leben des drogenabhängigen 54-Jährigen. Nach der Schule machte er eine Ausbildung zum "Matrosen erster Klasse", gab diese Tätigkeit aber bald wieder auf: "Weil ich ständig seekrank wurde, das habe ich nicht ausgehalten." Motorrad-Mechaniker und Straßenbahnfahrer waren weitere berufliche Stationen des Frührentners, der auch gesundheitlich nicht viel Glück im Leben hatte: Bei einem Sturz im Schwimmbad verletzte er sich so schwer, dass er nicht mehr arbeiten konnte, wegen eines Gehirntumors hat er mehrere Operationen hinter sich und heute noch regelmäßig Migräne. Und angeschossen wurde er auch schon mal - aufgrund eines Missverständnisses, wie er vor Gericht zu Protokoll gab.

Jahre seines Lebens hat der 54-Jährige - mit einer großzügigen Invaliden-Rente von rund 1 ...

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