Persönlichkeitsrechte von Minderjährigen und der Fall Christoph C.

Die BILD gehört zu den Zeitungen, die gerne und oft gescholten wird. Am lautesten kommt die Kritik dabei oft von denen, die die Zeitung noch nie gelesen haben und auch nie lesen werden. Manchmal ist Kritik aber auch angebracht und das nicht nur dezent.

Regelmäßig wird auf Bild.de momentan die Geschichte eines minderjährigen Jungunternehmers groß herausgebracht, gegen den nun die Staatsanwaltschaft ermittelt. Sein angeblicher geschäftlicher Erfolg soll in großen Teilen reine Hochstapelei gewesen sein. So weit, so verständlich die Berichterstattung. Dass der erst 16-Jährige in fast allen Medienberichten immer mit vollem Namen genannt wird, machen (bis auf eine Ausnahme) auch alle anderen Medien so. Sein Foto wird durchgehend unverpixelt gezeigt. Zurückhaltend sind nur die Behörden:

Die Ermittlungen laufen, die Staatsanwaltschaft Dessau-Roßlau und die Stadt Zerbst halten sich zum Schutz der Persönlichkeit des Jugendlichen bedeckt. (Quelle: MDR Sputnik)

Jetzt geht die Berichterstattung über Christoph C. aber eine Stufe weiter: Sie berichtet detailliert über seine schulischen Leistungen und den Verdacht auf psychische Probleme.

Und wie steht es um die Noten des Wunderknaben? „Bescheiden. Sehr bescheiden … Seine schulischen Leistungen lassen sehr zu wünschen übrig.“ (Quelle: Bild.de)

Offen redet der Schulleiter, der auch mit Foto präsentiert wird, über die Noten von Christoph C. Seine Schule wird abgebildet. Die Tatsache, dass eventuell seine Versetzung gefährdet ist, wird thematisiert. Rechtlich bewegt sich der Schulleiter dabei auf dünnem Eis ...

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