Bonuskarte von Payback oder Deutschlandcard: Was ist bei einer Kundenkarte zum Datenschutz zu beachten?

„Haben Sie schon unsere Kundenkarte?“ – diese Frage hat wohl jeder schon einmal beim Bezahlen an der Kasse gehört. Mancher lehnt aufgrund eines unguten Bauchgefühls ab („was da wohl mit meinen Daten passiert?“) oder möchte einfach nicht noch eine Plastikkarte im Portmonee haben.

Manch anderer ist aber auch neugierig und meldet sich an. Beim Ausfüllen des Anmeldeformulars sollte jedoch genau hingesehen werden: Wir sagen Ihnen, worauf Sie aus Datenschutzsicht achten sollten.

Was passiert mit den Daten bei Gebrauch der Kundenkarte?

Wie wir bereits berichteten, werden Bonuskarten nicht nur zur Kundenbindung eingesetzt (Kundenbindungssysteme), sondern auch, um möglichst viele Informationen über den einzelnen Kunden zu gewinnen. Basisdaten wie Name, Anschrift und Kontaktmöglichkeiten werden bereits im Anmeldeformular abgefragt. Hinzu kommen dann die Daten über die getätigten Einkäufe, bei denen die Karte vorgelegt wurde. Erfasst werden Zeit und Ort der Einkäufe sowie die gekauften Produkte (oder Produktgruppen). Der daraus entstehende Datenpool wird dann dafür genutzt, Werbeangebote interessengerecht zuzuschneiden. Aus den Informationen über Wohnort und Konsumverhalten entstehen aussagekräftige Kundenprofile.

Achtung! Einwilligung im Kleingedruckten!

Die Erlaubnis zur Erstellung und Verwendung dieser Kundenprofile beschaffen sich die beiden größten Anbieter – Payback und Deutschlandcard – über Einwilligungsklauseln im jeweiligen Anmeldeformular. Bei diesen besteht die Besonderheit, dass sie zwar mit einem Feld zum Ankreuzen versehen sind, dieses Kreuz aber gesetzt werden muss, wenn die Einwilligung nicht erteilt werden soll. Bleibt die Klausel unbeachtet, wird die Einwilligung automatisch erteilt ...

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