Sie hütet die Kinder, er sitzt im Knast - Was wird aus dem VA?

Die Ehezeit für den Versorgungsausgleich währte vom 01.05.1998 bis 31.07.2009.

Sie hat während der Ehezeit 11,6731 Entgeltpunkte in der gesetzlichen Rentenversicherung erworben, die ausschließlich auf Kindererziehungszeiten beruhen.

Er (jetzt 63) war während der Ehe selbständig - oder saß im Gefängnis und hat nichts in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt

Sie (am Ende der Ehezeit 43) meint, der Versorgungsausgleich sei wegen grober Unbilligkeit (§ 27 VersAusglG) vollständig auszuschließen.

Dem schloß sich das OLG Stuttgart nur zum Teil an.

Anders als die erst 43-jährige Antragstellerin kann der Antragsgegner, der über keine nennenswerte Altersvorsorge verfügt, keine Rentenanwartschaften mehr erwerben. Die Einkommens- und Vermögensverhältnisse sind auf beiden Seiten desolat. Dass der Antragsgegner während der Ehe keine Altersvorsorge betrieben hat, rechtfertigt es unter Würdigung der besonderen Umstände des Falls nicht, den Versorgungsausgleich auszuschließen. Eine unterlassene Altersvorsorge ist im Rahmen des § 27 VersAusglG nur relevant, wenn dieses Unterlassen als illoyal und grob leichtfertig zu bewerten ist

Die während der Ehezeit erworbenen Anrechte der Antragstellerin beruhen ausschließlich auf Kindererziehungszeiten ...

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