Rezension Strafrecht: Arztstrafrecht

Frister / Lindemann / Peters, Arztstrafrecht, 1. Auflage, C.H. Beck2011 Von RiAG Dr. Benjamin Krenberger, Landstuhl Nicht nur die jüngstenöffentlichen Überlegungen zur Anwendung der Bestechlichkeitsnormen auf Ärztemachen Lust auf die Lektüre eines Werks nur zum Arztstrafrecht. Knapp 420Seiten stark ist die Erstauflage des Lehrbuchs geworden, das materielles Rechtmit Verfahrenstaktik verknüpfen will. Dabei versuchen die Autoren sowohl denEinsteiger in die Materie als auch den Spezialisten zufrieden zu stellen, aberauch Nichtjuristen Verständnis für die Materie nahe zu bringen, was, sovielkann vorweggenommen werden, meiner Ansicht nach gut gelingt. Zu Beginn wird dieKörperverletzung durch eigenmächtige Behandlung erläutert, was insbesondereJuristen in Ausbildung an die Klassiker aus dem Strafrecht AT erinnert, etwawann eine Einwilligung erforderlich ist, und damit zur Lektüre geradezuermuntert. Verknüpft wird die Thematik aber geschickt mit der Frage nach demUmfang ärztlicher Aufklärung, sodass man ggf. auch zivilrechtlicheAssoziationen herstellen kann. Ebenfalls mit vielen dogmatischen Einzelheiten werdennoch die fahrlässige Körperverletzung und Tötung erarbeitet, wobei v.a. dieprägnanten Ausführungen bei arbeitsteiligem Zusammenwirken überzeugen. Nacheinem Zwischenkapitel zum Delikt durch Unterlassen wird ein recht knapperAbschnitt der Sterbehilfe gewidmet. Dies überrascht in der Kürze, ist dochgerade dies innerhalb der Standesvertretung ein aktueller Dauerbrenner. Das Folgekapitel befasst denLeser dann mit Wirtschaftsstraftaten im Gesundheitswesen und ist an Aktualitätkaum zu überbieten. Nach einer Einführung in das ärztliche Vergütungsrecht samtRolle der KV bzw. KZV wird zuerst der Abrechnungsbetrug systematisch dargestellt,wobei auch hier gut zwischen Kassen- und Privatarzt unterschieden wird ...Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK