Rückblick: 13. Beschaffungskonferenz in Berlin

Es gibt nicht gerade wenige Veranstaltungen zum öffentlichen Auftragswesen, aber nur eine Handvoll, die jedes Jahr zum Pflichtprogramm gehören: So die “Beschaffungskonferenz”, die die Wegweiser GmbH in diesem Jahr bereits zum dreizehnten Mal in Berlin ausrichtete. Gastgeber Oliver Lorenz lud statt wie üblich ins Haus der Deutschen Wirtschaft in der Breite Straße, ins noble Hotel de Rome nach Berlin-Mitte. Und was war sonst noch anders?

Fast 400 Teilnehmer aus Bund, Ländern und Kommunen sowie der Wirtschaft folgten der Einladung am 22. und 23. September in Berlin, um aktuelle Beschaffungsthemen, u.a. strategische Beschaffung, Vergaberecht, Prozessoptimierung und Nachhaltigkeit zu diskutieren.

“Streitgespräch” zum Auftakt

Anders war zunächst, dass Klaus von Dohnanyi, Mitglied im Beirat der Wegweiser GmbH, aus gesundheitlichen Gründen nicht wie gewohnt den ersten Konferenztag eröffnen konnte. Im sog. “Streitgespräch” zum Auftakt des Tages beruhigte Prof. Ralf Leinemann, Leinemann & Partner Rechtsanwälte, mit bekannter Souveränität und Gelassenheit, dass im Grunde “nicht Alles so schlimm” sei – immerhin verzeichne man die niedrigste Anzahl an Nachprüfungsverfahren seit 2002. Dr. Hugo Eckseler, Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME), stellte fest, dass die Diskussionsschwerpunkte im Bereich des öffentlichen Einkaufs “völlig andere als in der Privatwirtschaft” seien. Im Public Sector gehe es dabei vor allem um Prozessoptimierung. Unverständnis äußerte er darüber, dass angesichts leere öffentlicher Kassen nicht mehr politischer Druck ausgeübt werde, Effizienzpotentiale in der Beschaffung zu erschließen ...

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