Rezension Strafrecht: Gesamtes Strafrecht

Dölling / Duttge / Rössner, Gesamtes Strafrecht, 2. Auflage, Nomos 2011 Von Richter amAmtsgericht Carsten Krumm, Lüdinghausen/Hamm Ich muss es zugeben: Bei derersten Auflage von „Gesamtes Strafrecht“ war ich sehr skeptisch. „Warum einsolcher Kommentar? Kann das überhaupt funktionieren? Was für ein komischerTitel!“ Meine Zweifel haben sich aber im Laufe der letzten zwei Jahre, in denenich die Erstauflage besessen und immer wieder gerne genutzt habe, zerstreut.Natürlich ist „Gesamtes Strafrecht“ trotz etwa 3300 Seiten Text noch immernicht ganz so umfassend in den Kommentierungen wie etwa „der Meyer-Goßner“ oder„der Fischer“. Für die Praxis reicht das Werk jedoch allemal. Das besonderesind nämlich die Kommentierungen, die erst den Titel des Buches rechtfertigen.Es gibt die meisten in der Praxis immer wieder vorkommendennebenstrafrechtlichen Vorschriften (z.B. aus dem Betäubungsmittelstrafrecht,dem Urheberrecht, dem JGG) und teils auch Kommentierungen zu Ordnungswidrigkeiten,wie etwa § 24a StVG. Das OWiG ist ebenso hinsichtlich der wichtigstenVorschriften kommentiert. Diese Vorschriften sind in der Regel bei „verwandten“strafrechtlichen bzw. strafprozessualen Normen kommentiert, so dass wegeneinzelner Begrifflichkeiten auf die „Hauptkommentierung“ zurückgegriffen werdenkann. Zunächst erscheint dies gewöhnungsbedürftig – aus eigener Erfahrung kannich aber mitteilen, dass das Buchkonzept bestens „funktioniert“. Mit demWissen, dass StGB und StPO komplett vorhanden und zudem auch die meisten imjuristischen Alltagsgeschäft anzutreffenden strafrechtlichen Normen andererGesetze enthalten sind, lässt sich mit dem im Buchvorspann zu findendenVerzeichnis des integrierten kommentierten Nebenstrafrechts sehr gut arbeiten. Natürlich ist „GesamtesStrafrecht“ in erster Linie für den Praktiker verfasst ...Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK