Darf jeder in die Flugreisen-Affäre hineingezogen werden?

Eigener Leitsatz:

Eine konkludente Einwilligung in die Anfertigung und Veröffentlichung einer Fotografie, kann durch einen fröhlichen Blick in die Kamera vorliegen. Allerdings beschränkt sich die Einwilligung auf eine Fotoberichterstattung über die Veranstaltung, in dessen Zusammenhang die Fotografie erstellt wurde.

Oberlandesgericht Hamburg

Urteil vom 28.06.2011

Az.: 7 U 39/11

Tenor:

Die Berufung der Beklagten gegen das Urteil des Landgerichts Hamburg vom 18. März 2011, Geschäftsnummer 324 O 555/10, wird zurückgewiesen.

Die Beklagten tragen die Kosten des Berufungsverfahrens.

Das Urteil ist gegen Sicherheitsleistung in Höhe von 110 % des jeweils zu vollstreckenden Betrags vorläufig vollstreckbar.

Entscheidungsgründe:

gemäß § 540 Abs. 1 S. 1 Ziff. 1 u. 2 ZPO:

I. Mit dem angefochten Urteil, auf dessen Inhalt zur weiteren Sachdarstellung ergänzend Bezug genommen wird, hat das Landgericht die Beklagten verurteilt, es zu unterlassen, das im Tenor der landgerichtlichen Entscheidung abgebildete die Klägerin zeigende Foto zu veröffentlichen, zu verbreiten und/oder veröffentlichen oder verbreiten zu lassen, wie am 2. August 2010 in der Printausgabe des S., Seite 15, bzw. unter www.s...de geschehen, sowie an die Klägerin Abmahnkosten in Höhe von insgesamt � 610,11 nebst Zinsen zu zahlen.

Die Klägerin ist beim Deutschen Sparkassen- und Giroverband tätig. Sie begleitete den Vorstandsvorsitzenden der Partei DIE LINKE, Herrn Klaus Ernst, mehrfach zu gesellschaftlichen Veranstaltungen. Die Beklagte zu 1) ist Verlegerin des Magazins S. . Die Beklagte zu 2) ist für das inhaltlich übereinstimmende Internet-Angebot unter www.s...de verantwortlich.

In der Printausgabe des S. vom 2 ...

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