Baden-Württemberg hebt Verbot von Geothermie-Bohrungen auf

Sechs Wochen nach dem Verbot sogenannter stockwerksübergreifender Bohrungen bei der oberflächennahen Geothermie, hat Baden-Württemberg am 29. September 2011 angekündigt, das Verbot bald wieder aufzuheben. Nach der Aufhebung sei es grundsätzlich wieder möglich, bei Erdwärmesonden-Bohrungen tiefer als nur bis zum ersten Grundwasserleiter zu bohren. Vorangegangen waren intensive Verhandlungen mit der Geothermiebranche und der Versicherungswirtschaft, in denen es unter anderem um einen ausreichenden Versicherungsschutz der Bohrfirmen ging, insbesondere für den Fall, dass Schäden an umliegenden Häusern in Folge einer Bohrung auftreten und die Schuldfrage zunächst nicht eindeutig zu klären ist. Das Umweltministerium hatte einen verschuldensunabhängigen Versicherungsschutz zur Bedingung für die Aufhebung der Tiefenbegrenzung gemacht. Nur die Unternehmen, die einen solchen Versicherungsschutz mit einer Deckungssumme von mindestens 1 Million Euro nachweisen können, werden künftig die Freigabe für eine stockwerksübergreifende Bohrung erhalten. Bohrunternehmen müssen zudem über eine Haftpflichtversicherung in Höhe von mindestens fünf Millionen Euro Deckungssumme verfügen. Neben dem umfassenderen Versicherungsschutz verlangt das Umweltministerium künftig von der Branche auch die Einhaltung höherer Qualitätsstandards als bisher ...Zum vollständigen Artikel

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