Rezension Strafrecht: Europäisches Strafrecht

Sieber / Brüner / Satzger / von Heintschel-Heinegg, EuropäischesStrafrecht, 1. Auflage, Nomos 2011 Von Richter amAmtsgericht Carsten Krumm, Lüdinghausen/Hamm Ein derart außergewöhnliches Buchan dieser Stelle zu besprechen ist schwierig. Es wird kaum einen Studenten oderReferendar geben, der sich das Buch selbst anschaffen wird. Wer aber im Bereichdes Strafrechts über den „Tellerrand“ schauen will/muss oder umgekehrt auseiner auf internationaler Ebene ausgeübten Tätigkeit in strafrechtliche Frageneinsteigt, der wird froh sein, ein Kompendium wie das Vorliegende zu Rateziehen zu können. Die Initialzündung für das Buch bot nämlich der LissabonnerVertrag, der bekanntlich zum 1. Dezember 2009 in Kraft getreten ist und der dieWeiterentwicklung des Europäischen Strafrechts auf eine neue Grundlage stellt.Vor diesem Hintergrund macht es natürlich Sinn, einen ersten Versuch einerZusammenfassung der maßgeblichen Normen und Strukturen zu unternehmen. Das Buchvon fast 1000 Seiten ist von 37 namhaften Juristen aus dem Bereich derVerwaltung, der universitären Forschung und freilich auch der Justiz verfasstworden. Dass so viele Bearbeiter notwendig waren zeigt natürlich auch, wieunübersichtlich und schwer in Griff zu bekommen die Materie ist. Fünf große Teile enthält dasBuch, beginnend mit den vertrags- und verfassungsrechtlichen Grundlagen überdas supranationale Sanktions- und Verfahrensrecht, die Europäisierung desnationalen Strafrechts , die Zusammenarbeit in Strafsachen bis zu denGrundrechten, Rechtsschutz und Strafverteidigung. So werden in 60Einzelkapiteln jeweils kurze Einblicke in die wichtigsten Strafrechtsfragen undFragen der Zusammenarbeit der verschiedenen Behörden in den europäischenLändern gewährt ...Zum vollständigen Artikel


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