Rezension Strafrecht: JGG

Diemer / Schatz / Sonnen, JGG, 1. Auflage, C.F. Müller 2011 Von RiAG Dr. Benjamin Krenberger, Landstuhl Die Schlagzahl der JGG-Kommentareerhöht sich und das nicht nur wegen der Veränderungen im Vollzugsrecht in denvergangenen Jahren: die Sensibilität für das Sujet wächst in Ausbildung undPraxis und sorgt für den entsprechenden Bedarf an Erläuterungen. Neben dem Klassiker„Eisenberg“ kommen nun oder in Bälde auch die übrigen etablierten Kommentarewieder mit einer Neuauflage in den Markt, so z.B. der „Dölling“, der„Ostendorf“ und gerade vorliegend der Heidelberger Kommentar zum JGG,herausgegeben von Diemer, neuerdings Schatz (statt Schoreit) und Sonnen. Dassdazu noch eine Neuerscheinung im Nomos-Verlag, herausgegeben von Meier, in denStartlöchern steht, erfreut den Jugendstrafrechtler noch mehr. Denn, man musses klar sagen, die Unkenntnis von Prozessbeteiligten und damit auch dieFehlerquote im Jugendstrafverfahren sind in der Praxis haarsträubend, sodass esgar nicht genug gute Erkenntnisquellen für die Rechtsanwender geben kann. Dasbeginnt schon mit der Verwendung der richtigen Terminologie, wo mancher Staatsanwalt(zugegeben: kein Jugenddezernent) von „ahnden“ (Bußgeldrecht) und mal von„bestrafen“ (allgemeines Strafrecht) spricht, wo Weisungen und Auflagen selbstseitens der Jugendgerichtshilfe nicht korrekt auseinander gehalten werden undwo, dies allerdings von noch naiverer politischer Seite von„Warnschussarresten“ geschwafelt wird, wo doch landauf landab nicht einmalnormale Arreste rasch und damit sinnvoll vollstreckt werden können, fehlt esdoch an genügend Plätzen für die Delinquenten sowie am schnell arbeitendenVollstreckungsapparat in der Justiz. Dabei ist die Beschäftigung mit demJugendstrafrecht sowohl im Rahmen der Ausbildung als auch später in der Praxisnicht nur spannend, sondern fordert den Juristen auch in seiner geistigenFlexibilität ...Zum vollständigen Artikel


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