In Deutschland gilt deutsches Recht? Nicht immer, jedenfalls nicht beim Thema Kindergeld

Die Eltern haben sich getrennt. Die Kinder wurden zunächst abwechselnd wochenweise von den Eltern betreut, indem die Kinder in der alten Ehewohnung verblieben sind und die Eltern sich jeweils für eine Woche dort um ihre Kinder gekümmert haben. In dem Augenblick, in dem dieses Modell nicht mehr funktioniert hat, hat die Mutter die alleinige Betreuung der Kinder übernommen. Die Mutter macht nun Kindesunterhalt geltend, wobei bekanntermaßen das Kindergeld hälftig auf den Barunterhaltsanspruch anzurechnen wäre. Das Kindergeld hatte bislang der Vater bezogen, der in Deutschland wohnt und arbeitet. Die Mutter beantragt nunmehr die Auszahlung des Kindergelds an sich: die Voraussetzungen von § 62 EStG liegen vor:
(1) Für Kinder im Sinne des § 63 hat Anspruch auf Kindergeld nach diesem Gesetz, wer 1. im Inland einen Wohnsitz oder seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat oder ...
Die Familienkasse lehnt dennoch ab, weil die Mutter zwar in Deutschland wohnt, aber im benachbarten EU-Ausland arbeitet. Seit dem 01.05.2010 gilt die EG VO 883/2004 ...Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK