Aus der Rechtsprechung

Aus der Rechtsprechung des Amtsgerichtes Tempelhof-Kreuzberg, Az: 13 C 51/11 „Der Beratungsvertrag“

Tatbestand

Der Kläger erbringt Beratungsleistungen im Gastronomiebereich. Die Beklagten planten die Eröffnung eines Restaurants in Berlin und schlossen mit dem Kläger zu diesem Zweck im September 2010 einen „Coaching- und Beratungsvertrag“. Laut Vertrag sollte die Rentabilität durch den Kläger geplant, die Finanzierung vorbereitet und ein Liquiditätsplan entwickelt werden. Dafür wurde ein Stundenpreis von 100 € zuzüglich Mehrwertsteuer vereinbart und ein ungefährer Aufwand von 40 Stunden veranschlagt.

Im Oktober 2010 kündigten die Beklagten den Vertrag. Der Kläger rechnete daraufhin die erbrachten Stunden gegenüber den Beklagten ab. Der Kläger behauptet, er habe 12 Beratungsstunden erbracht. Er behauptet weiter, die Beklagten nach Rechnungsstellung mehrmals zur Zahlung der Rechnungssumme aufgefordert zu haben.

Der Kläger beantragt, die Beklagten zu verurteilen, als Gesamtschuldner an den Kläger 1.428 € nebst Zinsen in Höhe von 8 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz seit dem 08.12.2010 zu zahlen, die Beklagten zu verurteilen, den Kläger hinsichtlich des durch die Beauftragung der Prozessbevollmächtigten entstandenen Schadens in Höhe von 186,24 € freizustellen.

Die Beklagten beantragen, die Klage abzuweisen.

Die Beklagten behaupten, der Kläger habe sich lediglich einmal mit ihnen getroffen, um in Betracht kommende Räumlichkeiten zu besichtigen. Dieses Treffen habe ca. eine Stunde gedauert. Danach sei der Kläger für sie nicht mehr erreichbar gewesen, ihnen seien zwischenzeitlich Zweifel an der Kompetenz des Beraters gekommen, so dass sie den Vertrag gekündigt haben. Wegen der weiteren Einzelheiten des Parteivorbringens wird auf die gewechselten Schriftsätze nebst Anlagen Bezug genommen ...

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