Zulässigkeit von Fanseiten unter der UDRP: LadyGaga.org vs. TomWelling.com

Erst vor kurzem wurden beim National Arbitration Forum (NAF), einem der Streitbeilegungsanbieter für Streitverfahren nach der Uniform Domain Name Dispute Resolution Policy (UDRP), zwei Entscheidungen veröffentlicht, die sich mit den Voraussetzungen der Zulässigkeit von Domainnamen befassten, die mit dem Namen einer berühmten Persönlichkeit identisch sind und in Verbindung mit einer Fanseite genutzt werden. Der US-amerikanische Schauspieler Tom Welling bekam den Domainnamen “TomWelling.com” zugesprochen (Tom Welling v. Kenneth Gold, NAF Claim No. 1393893), wohingegen die US-amerikanische Sängerin Stefani Joanne Angelina Germanotta, besser bekannt unter dem Namen Lady Gaga, mit ihrer Beschwerde gegen die Registrierung des Domainnamens “LadyGaga.org” scheiterte (Ms. Stefani Germanotta v. oranges arecool XD, NAF Claim No. 1403808).

Unter den Schiedsrichtern ist nach wie vor umstritten, ob und unter welchen Voraussetzungen eine Fanseite zu eigenen Rechten oder berechtigten Interessen nach § 4(a)(ii) der UDRP führen kann. So gehen die Schiedsrichter teilweise davon aus, dass der Inhaber einer Fanseite sich auf Rechte oder berechtigte Interessen berufen kann, selbst wenn der Domainname eine geschützte Marke beinhaltet (vgl. bspw. Tom Cruise v. Network Operations Center / Alberta Hot Rods, WIPO Case No. D2006-0560 (); The Jennifer Lopez Foundation v. Jeremiah Tieman, Jennifer Lopez Net, Jennifer Lopez, Vaca Systems LLC, WIPO Case No.D2009-0057 ( et al.)). Voraussetzung ist allerdings, dass die Seite tatsächlich aktiv genutzt wird, nicht kommerziell ist und sich deutlich von einer möglicherweise bestehenden offiziellen Seite unterscheidet, wobei Webseiten mit Pay-Per-Click-Werbung üblicherweise als kommerziell eingestuft werden ...

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